“Wie groß das Herz eines Menschen ist, können wir daran erkennen, wie er mit Tieren umgeht.”

Dass ich mich von meiner langjährigen Freundin, Wegbegleiterin und meinem Vorbild verabschieden muss, erfüllt mich mit tiefer Trauer. Ich blicke auf eine lange Zeit mit schönen Erinnerungen zurück, die ich mit Wuna verbringen durfte. Sie hatte das Herz einer Löwin, was sie nicht nur im Kampf gegen ihre Krankheit in den letzten Monaten bewiesen hat. Mehr als drei Jahrzehnte verschrieb sich Wuna Loipersberger dem Tierschutz und engagierte sich mit unbeschreiblich viel Herzblut dieser Arbeit. Energiegeladen, überlegt, weitsichtig, mutig und natürlich tierlieb – das sind nur einige Attribute, die sie auszeichneten.

Wuna war unsere erste Vorsitzende und wir hätten uns niemand geeigneteren vorstellen können. Sie war die starke Schulter des Vereins, an die ich mich des Öfteren legen konnte, wenn ich Kraft tanken musste, um mich neuen Herausforderungen in der Tierschutzarbeit stellen zu können. Wir waren ein gutes Team und ergänzten uns gegenseitig. Wuna trat stets wertschätzend den Mitarbeitern, Ehrenamtlichen und Mitgliedern gegenüber auf und teilte ihre Erfahrungen und ihr Wissen, welches sie in der langjährigen Tätigkeit im Tierschutzverein Eichstätt sammelte. Sie stand jedem, der es wollte, mit Rat und Tat zur Seite. Sie wusste, dass Harmonie die Basis für eine gute Teamarbeit ist.

Wuna stellte ihre eigenen Bedürfnisse zum Wohle des Tierschutzvereins und seiner Schützlinge hinten an. Doch sie erwartete ein Geben und ein Nehmen. So sah sie es gern, wenn andere ebenso viel Engagement beim Schutz der Tiere an den Tag legten – auch wenn sie die Messlatte diesbezüglich hoch legte. Meistens saß sie schon morgens um 5:00 Uhr am Schreibtisch und erledigte die bürokratischen Verpflichtungen, die in einem Tierschutzverein anfallen. Doch für sie war es keine Last, sondern eine Herzensangelegenheit. Wuna setzte Meilensteine. Ohne sie wäre der Verein nicht so solide aufgestellt, wie er es heute ist. Sie hat die Katzenstation mitsaniert und aufgebaut. Die Katzenstation, die heute unser Stützpunktist und vielen Schützlingen einen Ort zum Erholen und Auftauen gibt. Ihre größte Leistung war das Schaffen des Schrebergartens, der den Kleintieren einen geschützten, artgerechten Raum bietet. In dieses Projekt steckte sie besonders viel Liebe und kümmerte sich ausdauernd um die dort untergebrachten Hasen, Schildkröten oder Vögel. Wuna überlies wenig dem Zufall, sah weitblickend in die Zukunft und stellte die Weichen für eine gelingende und fortschrittliche Tierschutzarbeit.

Vertretend für die gesamte Tierschutzfamilie verneige ich mich vor ihr und all dem, was sie geschaffen hat. Noch nie in meinem Leben habe ich jemanden mit solch einem Maß an Kraft und Ausdauer kennengelernt, der für das, was er liebt, alles gibt. Wir werden den von ihr geebneten Weg in ihrem Sinne fortsetzen und für all jene die Stimme erheben, die nicht für sich selbst sprechen können.

Nicoletta Günzler, 2. Vorsitzende



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